Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, die

globalen Konjunktur- und Börsendaten mittels

mathematischer Formeln und Algorhitmen

auf Trend- und Strukturbrüche zu untersuchen.

Aus den daraus resultierenden Erkenntnissen

haben wir für unsere europaweiten Miglieder

treffsichere, robuste und gewinnbringende

Handelssysteme entwickelt.

Europäische Vereinigung technisch orientierter Systemhändler und Analysten e.V.
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"Black Friday Sale” an der Börse

“die Schnäppchenjagd” beginnt

Nun ist es wieder soweit. Während in Kanada das Erntedankfest traditionell am zweiten Montag im Oktober gefeiert wird, haben auch die US-Amerikaner am gestrigen „Thanksgiving“ ihren Truthahn im Beisein ihrer Lieben verspeisen können und somit das Erntedankfest gefeiert. Unklar ist wer und und zu welchem Zeitpunkt diese Tradition in den Staaten eingeführt hat. Sicher ist, dass dieses Erntedankfest schon seit Jahrhunderten gefeiert wird und die Ursprünge bis zum Jahr 1550 zurückverfolgt werden können. Deutlich jünger ist die Geschichte um den „Black Friday“ – hierbei handelt es sich um den Freitag der dem „Thanksgivingday“ folgt. Belegt ist, das bereits seit 1952 dieser Tag traditionell die vorweihnachtliche Verkaufsphase im Einzelhandel eröffnet und das dieser Freitag bzw. der Wochenendsale sich in den vergangenen Jahren zu einem der stärksten Umsatztage im Einzel- und Versandhandel nicht nur in den USA entwickelt hat.

Unter dem Begriff „Black-Friday“ verbinden Börsianer nicht die besten Erinnerungen, einige der großen Marktabschwünge fanden an einem Freitag statt und schwappten über das Wochenende auf andere Weltbörsen über. Doch fügt man dem Wörtchen „Black-Friday“ noch das Wörtchen „Sale“ hinzu, ergibt es für Börsianer eine ganz neue Bedeutung.

Grund genug für uns auf Shopping-Tour zu gehen: Wir haben den S&P 500 Index seit 1.1.1979 auf dieses Phänomen hin untersucht und eine einfache Einstiegs- und Ausstiegsregel gewählt.

Buy @ Opening „Black Friday“ – Sell after XX Days,

wobei sich sehr deutlich zeigte, dass die Haltedauer mehr als 130 Börsentage andauern sollte. Ohne Optimierung haben wir uns für 168 Tage entschieden, um somit in den dann anstehenden Sommerferien keine Depotposition zu besitzen. Während dieser Zeitphase führte unsere simple Strategie beim S&P 500 Index in 30 von 39 Fällen (Trefferquote 76,92%) zum Erfolg. Ein Startdepot von 10.000 US-Dollar konnte in diesem Zeitraum eine Depotgröße von 129.068,95 US-Dollar erreichen. Diese entspricht einem durchschnittlichen Annual-Return von 6,66%.

Klappt das auch beim DAX-Index ?

Buy @ Opening „Black Friday“ – Sell after 168 Days,

Als Startdatum haben wir die DAX-Indexdaten mit dem Starttermin 1.1.1987 verwendet. Aus einem eingesetzten Kapital von 10.000 (DM/EURO) wurden der “Rückrechnung zur Folge“, ein Depotguthaben von 118.235,35 (DM/EURO). In 25 von 31 Fällen war diese Strategie beim DAX-Index erfolgreich. Dies entspricht einer Trefferquote von 80,65% und einem Annual Return von 8,05%.

auch bei anderen Indizes wie z.B. dem Nasdaq 100 Index?

Die Datenreihe beginnt ebenfalls mit dem 1.1.1987. Aus 10.000 US-Dollar wurde bei Anwendung der obigen Strategie ein Depotvolumen in Höhe von 143.093,80 US-Dollar. Die Trefferquote lag bei 80,65%, der Annual Return liegt bei 8,70%.

Haben Amazon und Ebay die Nase vorn ?

Aufgrund des vorliegenden Datenmaterials bei Amazon konnte dieser Algorithmus bis dato 21 Mal angewandt werden. In 14 Fällen konnte die „Black-Friday-Strategie einen Gewinn verzeichnen und somit einen Trefferquote von gut 66,67% erzielen. Der Annual-Return jedoch war beindruckend. Im Durschnitt wurde eine jährliche Performanz von 15,93% erzielt und aus einem Startdepot von 10.000 US-Dollar wurden bis heute 219.584,02 US-Dollar.

Beim Onlinehändler Ebay kommt man zu ähnlichen Ergebnissen in Sachen Trefferquote. In 12 von 20 Handelsgeschäften konnte mittels dieser Strategie ein Gewinn erzielt werden. Diese entspricht einer Quote von 60,00%. Der Annual-Return bei Ebay lag mit 6,38% im zweistelligen Bereich konnte aber das sehr gute Ergebnis von Amazon nicht in Gefahr bringen.

Für den Finanzdienstleister PayPal konnten wir die Untersuchung nur auf die vergangenen 3 Perioden anwenden. Alle 3 Trades lagen im Gewinn, der Annual-Return bei PayPal betrug 18,82%. Zu guter Letzt haben wir diese Strategie auf einen deutschen Finanzdienstleiser, die Wirecard AG, und auf die Shoppingplattform Zalando AG angewandt.

Die Aktien der Wirecard AG entwickelten sich in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich. Aus 10.000,-- Euro Startkapital im Jahr 2001 wurde bis heute eine Depotgröße von 129.053,80,-- Euro erzielt. Dies entspricht einem durchschnittlichen Annual-Return von 15,19% und Trefferquote von 70,59%. Bei der Zalando AG konnten wir aufgrund des Datenmaterials diese Untersuchung nur auf die vergangenen vier Jahre anwenden. Mit einem Netprofit von 73,77% bzw. einem Annual-Return von 14,27% eine solide Leistung.

Fazit: Diese Untersuchungen zeigen, dass bereits mit einem sehr simplen Algorithmus über die Jahre hinweg eine konstante positive Depotentwicklung möglich sein kann. Bezieht man in diese Strategie weitere Handelsansätze oder Money-Management-Strategien als Filter mit ein, könnten diese Ergebnisse weiter verbessert werden. Filterkriterien könnten hierbei die Entwicklung des Gesamtmarktes bzw. einer Branche, trendbestimmende Indikatoren, Konjunkturprognosen oder Prognosen und Ableitungen zur Schwankungsbreite des Marktes sein. Grund genug für uns am Ball zu bleiben und weitere Untersuchungsreihen einzuleiten.

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